Die Baubranche fragt nicht mehr ob,
sie fragt wie…
Am 17. Juni 2026 war München wieder Pflichtprogramm. Die KONKRET 2026 - veranstaltet von Capmo - hat sich längst als eine der wichtigsten Plattformen für Digitalisierung und KI im Bauwesen etabliert. Rund 500 Teilnehmer, 35 Speaker, 30 Sessions. Und das Beste daran? Man trifft Menschen, die wirklich etwas bewegen wollen.
Für mich war es vor allem ein Tag voller bekannter Gesichter. Ehemalige Kollegen, alte Kunden, gute Bekannte - und das eine oder andere Gespräch, das beim Kaffee beginnt und zwei Stunden später noch läuft.
Beim Wiedersehen mit einem alten Bekannten aus früheren Thinkproject-Zeiten kam irgendwann der Satz, den ich so schnell nicht vergessen werde: „Du hast uns vor 15 Jahren erklärt, warum wir ein CDE brauchen. Wir haben nicht zugehört. Heute bezahlen wir Berater dafür, dass sie uns genau dasselbe sagen."
Wir haben beide gelacht - und ich hab mir verkniffen zu sagen, dass ich ja immer noch erreichbar wäre.
…vielleicht schreibe ich ihn die Tage doch noch eine Mail. 😄
Inhaltlich hat Harald Professner von der Rhomberg Gruppe den Ton gesetzt: „Solange wir mit unserem Tun Geld verdienen und irgendwie über die Runden kommen, werden wir nichts ändern." Ein Satz, der sitzt – und der in unserer Branche öfter laut ausgesprochen werden sollte.
Genauso eindrucksvoll: die Podiumsdiskussion, in der der Bauherr offen sagt, dass er den Architekten für erste Entwurfsvarianten bald vielleicht nicht mehr braucht – und der Architekt kontert, dass Planungshonorare zwar nur 2 % der Lebenszykluskosten ausmachen, aber 99 % davon beeinflussen. Kein Konsens, aber genau die richtigen Fragen.
Mein persönliches Fazit: Die Branche ist in Bewegung. Wer jetzt wartet, zahlt morgen das Lehrgeld.
Waren Sie auch dabei – oder kennen Sie das Gefühl, zu früh richtig gelegen zu haben? Ich freue mich über jeden Austausch – ob beim Kaffee oder per Video-Call. » Kontakt aufnehmen